In Folge 20 von Sweeez widmen sich Jonas und Tobi einem der größten optischen Trends der Cannabiswelt: Purple Strains. Schnell wird klar, dass violette Farben nicht einfach „herausgekitzelt“ werden können, sondern fest in der Genetik der Pflanze verankert sind.
Im Mittelpunkt stehen Anthocyane, pflanzliche Farbstoffe, die als Schutzmechanismus dienen und unter anderem bei Kälte verstärkt sichtbar werden. Diese Stoffe kommen nicht nur in Cannabis vor, sondern auch in Blaubeeren, Brombeeren oder Lavendel. Entscheidend ist jedoch: Nicht jede Cannabissorte besitzt diese genetische Anlage.
Die Hosts räumen mit dem Mythos auf, dass Eiswasser oder extreme Kälte automatisch lila Blüten erzeugen. Zwar kann Kälte vorhandene Anlagen verstärken, doch ohne entsprechende Genetik bleibt die Pflanze grün. Historisch führen viele Purple-Eigenschaften zurück in Hochgebirgsregionen wie den Hindukusch, wo kalte Nächte über Generationen selektiert wurden.
Auch geschmacklich ordnen Jonas und Domi Purple Strains ein. Häufig treten florale, lavendelartige Noten auf, die mit Terpenen wie Linalool zusammenhängen. Dennoch bleibt Purple vor allem ein optisches Merkmal, das Wirkung und Potenz kaum beeinflusst.
Zum Abschluss geht es um bekannte Purple-Klassiker wie Granddaddy Purple, Mendocino Purps, Purple Punch und um die Frage, ob zukünftig noch neue Farbspektren durch Zucht entstehen können. Fazit: Purple ist spannend – aber Genetik ist und bleibt der Schlüssel.